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Ortung von erdverlegten Leitungen

 

Im Boden sind verschiedene Versorgungsleitungen wie Strom-, Wasser-, Abwasser-, Daten-, Gas- und Kabelfernsehleitungen etc. vorhanden. Oftmals wird uns dies erst bewusst, wenn es bei Grabarbeiten zu einem Unfall mit Kostenfolge kommt. Solche Unfälle lassen sich jedoch vermeiden.

 

Als Vorsorge müssen vor Baubeginn sämtliche Leitungen geortet werden. Je nach Alter der Leitungen sind keine oder ungenaue Pläne der Leitungen vorhanden.

 

Um Leitungen zu orten gibt es verschiedene technische Möglichkeiten. Nachstehend sind diese kurz zusammengefasst:

· Akustische Ortungsgeräte:
Sie arbeiten nach dem Prinzip des Abhören des Bodens. Dabei muss ein Zugang zur Leitung bestehen. An diesem Ort werden dann Vibrationen auf die Leitung übertragen. Diese breiten sich im Netz aus und können mit einem geeigneten Ortungsgerät an der Oberfläche abgehört werden. Mit dieser Methode lassen sich grundsätzlich alle starr verlegten Leitungen orten. Dieses System wird auch bei der Ortung von Lecks bei Wasserleitungen angewandt.

 

· Ortungsgeräte mit Funkwellen:
Diese eignen sich für Strom- und Telekommunikationsnetze. Dazu wird ein Gerät benötigt, welches die elektromagnetischen Wellen ortet. Das System ist jedoch anfällig auf elektromagnetische Störungen von aussen (z.B. Freileitungen). Auf diese Weise können Leitungen bis zu einer Tiefe von ca. 3,5 Meter geortet werden (passiver Modus). Mit diesem System ist es auch möglich elektrisch leitfähige Leitungen oder Kabel zu orten. Dazu wird die Leitung “unter Strom“ gesetzt und die elektromagnetischen Wellen geortet (aktiver Modus).

 

· Ortung mittels Georadar oder Bodenradar:
Mit diesem System werden Funkwellen im Boden ausgesandt. Je nach durchlaufenem Medium, breiten sich die Wellen schneller oder langsamer aus. Das System misst die unterschiedlich lange Zeitdauer der Ausbreitung der Welle. Anhand dieser Informationen kann eine Fachperson die im Boden verlegten Leitungen orten. Die Ortung ist allerdings schwierig, wenn Hohlräume oder Böden mit unterschiedlichem Wassergehalt vorhanden sind.

 

Es gibt viele technische Ortungsmethoden. Mit keiner können jedoch alle Leitungen im Boden gleichzeitig und genau geortet werden.

Wir haben für Sie die Lösung. Sie liegt jedoch nicht bei technischen Hilfsmitteln sondern in unseren sensitiven Fähigkeiten. Wir finden jede Leitung mittels unseren Fähigkeiten und unserer Rute.
Wie ist dies zu erklären? Wie das Georadar nutzen wir die Frequenz eines Mediums. Durch langjähriges Training haben wir unsere sensitiven Fähigkeiten diesbezüglich verfeinert und finden heute alle Arten von Leitungen im Untergrund.

Unseren grössten Einsatz hatten wir im April 2013 in Bogor, Indonesien, in einer Zementfabrik (Indocement, ein Unternehmen von HeidelbergCement, http://www.indocement.co.id/v5/en/. Am Standort in Bogor wurde vor rund 30 Jahren mit der Zementfabrikation begonnen. Heute werden rund 11,8 Mio. Tonnen Zement pro Jahr produziert und die Produktion soll weiter gesteigert werden. Dazu müssen unter anderem auf dem Fabrikgelände Fundamente für neue Förderbänder erstellt werden. Da kaum Pläne der im Boden verlegten Leitungen vorhanden sind, wurden erste Sondierungen vorgenommen. Dabei wurde ein Elektrokabel durchtrennt. Als Folge davon standen zwei Werke während eines Tages still. Wie viel dies die Firma kostete, wissen wir nicht. Wir wurden angefragt, ob wir nach Indonesien kommen könnten, um die vorhandenen Leitungen zu orten. Wir nahmen diesen Auftrag an und konnten während drei Tagen an 34 verschiedenen Stellen Leitungen orten. Es war zwischen 32° und 35° Celsius und die Luftfeuchtigkeit betrug 75 bis 80 %. Erschwerend kam hinzu, dass wir wegen des Lärms zeitweise mit Gehörschutz und wegen des Staubes zeitweise mit Mundschutz arbeiten mussten. Die ganze Zementfabrikation war in Betrieb und dadurch vibrierte es auf einem Grossteil des Areals. Weiter war an einer Stelle alles rund 5 Zentimeter unter Wasser. Wir haben Wasser-, Abwasser-, Strom-, Gas- und Ölleitungen sowie Erdungskabel geortet und deren Verlauf markiert. Die Tiefe der verschiedenen Leitungen konnten wir auf 50 cm genau angeben. Die tiefste Leitung war rund 5 Meter im Boden und etliche Leitungen waren unter armierten Betondecken. Die Lage der Leitungen wurde durch uns begleitendes Personal der Firma Indocement markiert und eingemessen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten im Fundamentbereich können wir festhalten, dass sämtliche unserer Ortungen stimmen. Den ausführlichen Bericht finden Sie unter Hobbys / Rutengehen.

Wir finden für Sie sämtliche Leitungen und markieren diese mit Farbspray auf dem Boden oder mit Pflöcken im Feld. Das Einmessen der Leitungen wird durch Dritte übernommen. Auf Wunsch können wir dies auch für Sie organisieren.

Verlangen Sie unverbindlich eine Offerte unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder 077 412 20 04

Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Markus Würsch

 

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